Zweimal gegen Tabellendritten aus Gelnhaar gewonnen und am Ende doch punktgleich auf Platz 4 in BOL

TV Gelnhaar  :  TSV Ostheim I  7:9

 

9:7 Auswärtscoup beim TV Gelnhaar mit 2 Mann Ersatz

Zum letzten Punktspiel und gleichzeitig ein Auswärtsspiel beim Tabellendritten trat man auf Ostheimer Seite relativ locker an. Zum einen fehlte krankheitsbedingt Uli Henn der einen Bandscheibenvorfall hat und dem wir gute Besserung wünschen und zum anderen Hans-Peter Mazur der bei einem Fußballspiel weilte. Daher kamen auf unserer Seite Julian Welker und Hans-Jürgen “ Schubbi“ Schubert an. Ein 9:4 Sieg wäre gleichbedeutend mit Platz 3 gewesen der also noch möglich gewesen wäre. Aber man wusste auch wenn vieles gut läuft kann man auch in Gelnhaar gewinnen. Und wiederum sollte sich zeigen das wir diese Saison eine tolle Stimmung und einen super Mannschaftsgeist in dieser Truppe haben denn wir sprachen alle von einem Sieg aber nicht jeder wollte so Recht dran glauben. In der Vorrunde war Gelnhaar der Knackpunkt gewesen als Gelnhaar mit Ruven Sauer bei uns antrat aber wir trotzdem damals mit 9:6 den ersten Sieg dieser Runde landeten.

Jetzt mal zum Spiel. Das Spiel begann wie erwartet. Dreiser/Geppert behielten souverän die Oberhand in 3 Sätzen gegen Sauer/Ammersbach, während sich am Nebentisch Müller/Schubert sehr teuer verkauften und in 3 knappen Sätzen verloren wobei in einem sogar die Chance auf den Satzgewinn bestand.
Frederik Eschenbrenner und Julian Welker bildeten das Doppel 3 und hier hofften wir auf einen Sieg der Jungs.
In den ersten 3 Sätzen ging es hin und her aber Eschenbrenner/Welker führten mit 2:1 Sätzen und am Ende setzen sie sich im vierten Satz sicher durch weil sie mit ihren Topspinbällen immer wieder punkten konnten.
Somit führte Ostheim 2:1 und es ging ins vordere Paarkreuz und hier gab es tolle Spiele zu sehen.
Frank Geppert musste gegen seinen Angstgegner Rosonsky ran. Aber dieses Mal entwickelte sich das Spiel aber etwas anders.
Geppert gewann Satz 1 mit 11:4 und hatte dabei mit den Angaben von Rosonsky wenig Probleme und konnte ihn mit seiner Rückhand unter Druck setzen und bewegte sich auch gut. Satz 2 ging an Rosonsky der mehr Bälle nun traf und die Fehlerquote bei Frank etwas anstieg. Satz 3 stand wieder im Zeichen von Franky der einfach mehr für das Spiel tat und Rosonsky mit seinen kurzen Noppen auf der Rückhand nicht ins Spiel kommen ließ. Folgerichtig gewann Frank Satz 3, während im vierten Satz wieder Rosonsky die Nase vorne hatte.
Im fünften Satz sah es sehr gut für Frank aus und er führte schon mit 8:5 und es sah danach aus als könnte er den Fluch brechen und Rosonsky wieder mal schlagen. Einen tollen Ballwechsel beendete Rosonsky mit einem Netz und Kantenball und es sollten noch mehrere folgen in den nächsten Ballwechsel. Und so gewann Rosonsky unverdient dieses Match noch im fünften Satz der Verlängerung mit 12:10.
Ralf Dreiser musste nun gegen Pascher ran der auch mit kurzen Noppen spielt und der an diesem Abend recht gut spielte.
Ralf Dreiser gewann Satz 1, aber im zweiten Satz unterliefen ihm zu viele Fehler und er wurde zu passiv. Folgerichtig ging dieser Satz an Pascher. Im dritten Satz passierte der Knackpunkt denn es ging andauernd hin und her und es gab viele schöne Ballwechsel über die Vorhand zu sehen denn es mussten öfters ein paar Topspins gespielt werden bis der Punktgewinn da war. In Satz 4 spulte Dreiser sein Pensum herunter und im Endeffekt gewann er in 4 Sätzen und Ostheim blieb mit 3:2 in Front.
In der Mitte musste nun der aufgerückte Youngster Eschenbrenner ran. Er hatte mit Ammersbach auch einen Gegner der mit kurzen Noppen agiert.
Mit seinen weichen und schönen Topspinbällen mit der Vor und Rückhand zerlegte Frederik seinen Gegner im ersten Satz mit 11:4 und alles sah sehr gut aus. Im zweiten knüpfte er an die Leistung aus Satz 1 aber Ammersbach wurde in der Abwehr und mit seinem Block schon sicherer aber Eschenbrenner entschied auch Satz 2 für sich. Im dritten und vierten Satz musste sich Eschenbrenner eine Auszeit nehmen denn er konnte das Niveau der vorangegangen 2 Sätze nicht ganz halten und völlig verdient gingen diesen beiden Sätze auch an Ammersbach. In Satz 5 war Frederik gleich von Anfang an bissig und puschte sich auch wieder und brachte diesen Satz und den Sieg nach Hause mit 11:8.
Charles musste nun gegen den ekelhaft zu spielenden Heinz Sauer ran.
Gegen ihn braucht man Geduld und muss im richtigen Moment angreifen.
Da Charles auch nicht das nötige Quentchen Glück hatte sollte das nicht ganz klappen. 2 Sätze verlor Charles in der Verlängerung mit 12:10 und er hatte auch nicht das nötige Fortune und verlor in 4 Sätzen. Ostheim war dadurch immer noch mit 4:3 in Führung.
Schubbi musste nun gegen von der Lippe ran. Satz 1 verlor Schubbi klar. Aber er stellte sich besser auf das Spiel seines Gegners ein der auch mit langen Noppen agierte. In Satz 2 und 3 hatte Schubbi sogar Siegchancen aber er konnte jeweils zwei 8:5 Führungen nicht ins Ziel bringen. In der Verlängerung des dritten Satzes entschied ein Kantenball das Match und somit glich Gelnhaar zum 4:4 aus. Man dachte vielleicht das Julian Welker gegen Ernst was ausrichten könnte. Aber das Spielsystem von Ernst mit geraden Bällen ohne viel Schnitt und Spin behagte Julian nicht so recht. So gewann Ernst dieses Match in 3 Sätzen und Gelnhaar ging das erste Mal mit 5:4 in Führung.
Ralf Dreiser musste im Match der Spitzenspieler gegen Rosonsky ran. Rosonsky war der letzte DDR-Meister den es damals gab und hat jahrelang beim TSV Stockheim in der Regional und Oberliga mit Leuten wie Tedjasukmana und Jürgen Heckwolf zusammen gespielt. Von daher war ein tolles Match auf hohem Niveau garantiert.
Rosonsky ist ein Linkshänder mit kurzen Noppen auf der Rückhand. Er profitiert dabei häufig von seinen guten Aufschlägen und geht dann mit den Noppen hinter her.
Das Spiel gegen Dreiser lief für Rosonsky aber anders.
Ralf Dreiser hat wenig Probleme mit dem Material von Rosonsky. Die Aufschläge spielte er so zurück das Rosonsky wenig damit machen konnte und wenn er mit den Noppen kam, zog Dreiser mit seiner Rückhand mit viel Spin an und wenn der Ball nochmal zurückkam ging er mit der Vorhand nach. Satz 1 und 2 war eine klarer Angelegenheit für Dreiser. Im dritten und vierten Satz konnte Rosonsky gewinnen da er mehrere freie Punkte gewann weil es mehr Rückschlagfehler von Dreiser gab. In Satz 5 diktierte Dreiser von Anfang an das Geschehen und es gab viele hochklassige Ballwechsel zu sehen. Immer häufiger trieb Dreiser Rosonsky auch weit raus auf seine Vorhand wenn Dreiser mit seiner Rückhand diagonal anzog. Beim Stand von 7:6 nahm Dreiser nochmal ein Timeout und ließ danach nix mehr anbrennen und brachte den hochverdienten Sieg mit 11:7 nach Hause. Es stand nun 5:5 Frank Geppert war an diesem Tag auch sehr gut drauf. Im Gegensatz zu dem Spiel von Dreiser gegen Pascher dominierte er diesen ganz klar und zeigte hier viele klasse Bälle und mit der Vorhand zog er öfters über Tischniveau dagegen und konnte somit immer das Tempo nochmal erhöhen. Folgerichtig gewann Frank ganz klar in 3 Sätzen und die Ostheimer führten wieder mit 6:5. Spätestens jetzt zu diesem Zeitpunkt waren wir nun auch alle sehr heiß das wir dieses Spiel gewinnen wollten und puschten und alle gegenseitig hoch.
Da gleichzeitig noch ein Spiel der dritten Mannschaft von Gelnhaar stattfand waren auch einige Leute in der Halle und sorgten auch für mächtig Lärm.
Burkhard “Charles“ Müller musste nun gegen Ammersbach ran der auch mit kurzen Noppen agiert und auch hier gab es schön Ballwechsel zu sehen. Satz 1 ging noch an Ammersbach, aber Müller stellte sich mit zunehmender Spieldauer immer besser auf das Spiel seines Gegenüber ein. Er wehrte viele Bälle in der Abwehr ab, und konnte oftmals mit seiner schnellen Vorhand punkten. Satz 2 und 3 ging an Müller. Im vierten Satz traf Ammersbach ein bischen besser und bei Müller schlichen sich zu viele leichte Fehler ein. So ging es nun in Satz 5. Im fünften Satz ging es hin und her aber Charles war in den entscheidenden Phasen aktiver und konnte sich somit verdient den Sieg im fünften Satz sichern.
Im Spiel gegen den unbequemen Heinz Sauer gab es für Frederik Eschenbrenner nicht viel zu holen. Denn Sauer mag junge Leute die immer Topspin spielen denn das ist sein Spiel. Aber nichtsdestotrotz verkaufte sich Frederik gut auch wenn kein Satzgewinn gelang. Ostheim führte mit 7:6 und es ging ins hintere Paarkreuz. Julian Welker musste gegen den Abwehrer von der Lippe ran und gleich von Anfang an zeigte sich das Julian dieses Spiel liegen würde. Denn Julian verfügt über eine sehr schnelle und gute Vorhand und die konnte er auch immer wieder einsetzen denn sein Gegner hatte kein Mittel dagegen. Und wenn er mal nicht ziehen konnte schob Julian einfach den Ball zurück. Ein nie gefährdeter 3 Satz Sieg kam somit zustand für Welker. Schubbi verkaufte seine Haut auch so teuer wie möglich und alle Sätze endeten zu 9 und zu 8 aber in den entscheidenden Phasen konnte er leider nicht mehr punkten. Wenn Schubbi seine Schulterprobleme nicht hätte wäre ihm hier bestimmt auch ein Sieg gelungen.
So musste die Entscheidung im Abschlussdoppel erfolgen. Und hier standen sich Dreiser/Geppert und Rosonsky/Pascher gegenüber. Hier zeigten Dreiser/Geppert warum sie auch das stärkste Doppel dieser Klasse sind.
Nach gewonnenem ersten Satz verlor man den zweiten leider. Aber angestachelt von den Zuschauern zogen Dreiser/Geppert das Tempo wieder an und gewannen Satz 3 auch mit 11:8. Im vierten Satz ging es immer hin und her aber man wollte den Sieg und das zeigte sich auch im Endeffekt denn gepuscht durch die Zuschauer spielten beide ein paar herausragende Bälle und gewannen Satz 4 mit 13:11 in der Verlängerung und somit das gesamte Match auch mit 9:7.
Somit wurde man damit zwar Vierter in der Abschlusstabelle aber man ist punktgleich mit Gelnhaar dem Dritten den man sogar zweimal in der Runde geschlagen hat.
Nun möchte ich mich bei allen Ersatzleuten bedanken die uns zur Verfügung gestanden haben wenn bei uns jemand ausgefallen ist und auch bei den Zuschauern die bei den Heimspielen dabei waren und den Lebensabschnittsgefährtinnen die auch bei dem einen oder anderen Auswärtsspiel dabei waren und uns tatkräftig zum Sieg getrieben haben.
War ne tolle Runde bei euch und nächstes Jahr peilen wir zumindest den Relegationsplatz 2 an.

Danke Ralf